Trinkwasser mit Pestiziden, Hormonen und Schwermetallen verunreinigt
Unser Trinkwasser entstammt Flüssen und Bächen, die verbreitet zu Stauseen aufgestaut sind. Es ist völlig ungeschützt allen Umwelteinflüssen ausgesetzt, seien sie aus der Luft, aus der Erde oder aus dem Zufluss von Industrieabwässern. In den 1960er und 1970er Jahren waren die Flüsse so stark mit Schadstoffen belastet, dass sie umzukippen und abzusterben drohten. Durch geeignete Maßnahmen konnte die Gefahr weitgehend gebannt werden.
Dennoch ist das Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, mit Pestiziden, die aus dem Boden ausgewaschen werden, Hormonen, die durch Abwässer hineingelangen, und Schwermetallen aus der Luft belastet. In den Wasserwerken wird das Trinkwasser vor der Einleitung ins Leitungsnetz daher gereinigt und behandelt. Mit verschiedenen Methoden und dem Einsatz von Chemikalien versucht man, die gesundheitsgefährdenden Stoffe im Wasser zu binden.
Dennoch erlaubt die Trinkwasserverordnung niedrige Konzentrationen der unterschiedlichsten Stoffe im Trinkwasser, bei deren geringer Höhe davon ausgegangen wird, dass sie nicht schädlich für den menschlichen Organismus ist. Da Wasser Informationen dauerhaft speichern kann, enthält es aber auch nach der Reinigung noch Informationen über die ehemalige Schadstoffbelastung.