Grundwasser und Grundwasserschutz
Grundwasser befindet sich in den unterirdischen Hohlräumen der Erdrinde. Es gelangt dort hin, indem Niederschläge versickern. Daher steigt der Grundwasserspiegel nach langandauernden Regenperioden und sinkt im umgekehrten Fall während längerer Trockenphasen. Hinzu kommt das sogenannte unechte Grundwasser, das aus Flüssen und Seen versickert.
Da das Grundwasser zunächst die oberen Erdschichten durchdringen muss, bevor es sich in der Erdrinde einlagert, ist es anfällig für alle Umweltbeeinträchtigungen, die sich in der Luft und im Boden befinden. Es muss daher ausreichend geschützt werden, um dauerhaft als Trinkwasser verwendet werden zu können.
Grundwassergefährdende Stoffe wie Pestizide und Insektizide, die in der Landwirtschaft verwendet werden, dürfen daher in den Wasserschutzgebieten nicht oder nur in einem sehr geringen Umfang eingesetzt werden. Anlagen, die durch Versickerung wassergefährdender Stoffe eine Grundwasserverunreinigung auslösen könnten, müssen vor ihrer Errichtung mit geeigneten, bodenabdichtenden Grundwasserschutzeinrichtungen ausgestattet werden. Ist eine Verunreinigung des Grundwassers erst einmal eingetreten, so kommen teure und zeitaufwändige Sanierungsmaßnahmen zum Einsatz.