Begradigung von Bächen und Flüssen vermindert Wasserqualität
In den 1960er und 1970er Jahren wurden in fast allen Städten Deutschlands große Neubaugebiete errichtet und unzählige Straßen gebaut. Flüsse und Bäche waren mit ihren mäandrierenden Fluss- und Bachbetten häufig hinderlich bei den Bauarbeiten. Man ging davon aus, dass eine Begradigung dem Wasser nicht schade und korrigierte daher viele Gewässer.
Damit zwang man aber das Wasser in eine Richtung, die es nicht wollte, ignorierte die natürliche Kraft und die Energien des Wassers. Die Folge waren teilweise schwere Hochwasserschäden und Beeinträchtigungen der Wasserqualität. Das Wasser sucht sich seit Jahrmillionen seinen eigenen Weg durch tiefes Gestein und in Flussbetten, es verändert durch eigene Energien sein Bett und findet immer zur Mündung ins nächste Gewässer.
Durch die künstliche Einengung des Wassers kann es seine Energien nicht mehr entfalten, ist anfällig für schädliche Einflüsse und stirbt letztendlich ab. Dieses Wasser wird zwar in Wasserwerken aufbereitet und als Trinkwasser in das Leitungsnetz eingeleitet, aber ihm fehlen seine ursprünglichen Strukturen und Energien, die es beim Austritt aus der Quelle einst hatte.