Bakterien und Krankheitserreger im Trinkwasser

bakterien-naehrboden-labor-chemie-trinkwasserIn Nordeuropa hat das Trinkwasser grundsätzlich eine gute Qualität bezogen auf die Hygiene. Die Trinkwasserverordnungen in den EU-Staaten schreiben relativ enge Grenzwerte für Bakterien und Krankheitserreger im Trinkwasser vor, die nicht überschritten werden dürfen. Das Trinkwasser verlässt die Wasserwerke also in einem guten hygienischen Zustand. Aber niemand kontrolliert, was danach geschieht.

Unser Trinkwasser wird durch lange Leitungssysteme geführt, bevor es in unserer Küche ankommt. Und genau da lauern die meisten Gefahren. Die Installationssysteme in unseren Häusern sind häufig zehn, zwanzig oder mehr Jahre alt. In diesen Rohren kann sich ein Bakterienfilm bilden, der immer zu einem Teil auch ins Trinkwasser gerät. Besonders die modernen Kunststoffrohre sind prädestiniert für solche Probleme.

In diesem sogenannten Biofilm, der selbst gegen Desinfektionsmittel resistent sein kann, befinden sich unter Umständen auch gefährliche Darmbakterien oder die gefürchteten Legionellen, die sich im Wasser besonders wohl fühlen. Sie verursachen die Legionärskrankheit, für die es nicht einmal erforderlich ist, das Wasser zu trinken. Es reicht aus, diese Bakterien beim Duschen einzuatmen.

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